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Cityfishing im Herzen von Amsterdam

By Dezember 7, 2020Allgemeines
Street Fishing in the Heart of Amsterdam - 01

In diesem Blog möchte ich euch meine Passion -das Angeln in der Großstadt- ein wenig näherbringen und dem einem oder anderem das ganze schmackhaft machen.

Zuerst muss ich sagen, dass Ich in diesem Artikel ausschließlich über das Angeln in Amsterdam spreche. Denn diese beeindruckende Stadt mit den tausenden Grachten und Brücken, ist schließlich nicht nur für uns Angeltouristen ein beliebtes Ziel. Jetzt unterscheide ich hier noch einmal vom Angeln in der City und dem üblichen Streetfishing!

Denn in der Hauptstadt der Niederlande muss man bei Auswerfen schon mal darauf achten, nicht in der Straßenbahn hängen zu bleiben oder eines der vielen Partyboote zu treffen. Nach etlichen Touren, Jahr für Jahr, möchte ich euch hier das Angeln mitten in der Stadt, wie ich es liebe beschreiben und mit einigen Tipps eure Tour ein wenig vereinfachen.

By the way… Wusstet ihr, dass es in Amsterdam mehr Fahrräder als gemeldete Einwohner gibt?

 

Wie erarbeite ich mir neue Spots?

 

Tagsüber…

In Amsterdam ist der Bootsverkehr extrem und das ist einer der Vorteile die ich mir zunutze mache.

Ich suche zuerst nach Brücken und Bootsverkehr, also Wasserkreuzungen. Dort steht immer Fisch.

Ich konnte in den letzten Jahren einiges beobachten und über GoogleMaps kann man sich so einen guten Überblick verschaffen. An diesen Stellen ist die Fahrrinne meist am tiefsten. Sauerstoff und wirbelndes Wasser sind die Faktoren, die mir bisher gute Fische gebracht haben. Wenn ihr da genau hinschaut und an so einen Spot angelt, bevor das große Bootsfahren beginnt, dann werdet Ihr merken, dass die Fische zwar beißen, aber nicht in der Frequenz, wenn das Wasser in Bewegung kommt. Und die dicken Räuber warten nur, bis der Beutefisch durchs Wasser gewirbelt wird und dann knallt es.

Street Fishing in the Heart of Amsterdam - 02

Mega interessant sind natürlich auch die ganzen Hausboote. Schwierig zu beangeln, vor allem mit den ganzen Seilen. Nicht einfach, wenn eine richtige Kirsche ans Band geht, dennoch sind Hausboote es immer wert die Köder ins Wasser fallen zu lassen. Oft stehen dort mehr Barsche als Zander. Die Menschen leben dort und wo der Mensch lebt, da kommt Futter ins Wasser.

Das Schöne in Zanderdam ist ja, dass man sich über die Frequenz zwangsläufig die Kapitalen ans Band holt. Nicht selten hatte ich Tage, bei denen ich mehr als 50 Fische fangen konnte. Klar rede Ich dann auch von vielen kleineren Fischen, aber wie eben erwähnt, kommt durch die Frequenz auch die kapitaleren ans Band.

Nachts…

Im Dunkeln ist gut munkeln.

Vor allem in Amsterdam und hier ist für das gezielte Angeln auf Zander und Co. eine Sache entscheidend. Licht!

Da wo das Licht ins Wasser fällt, durch Lampen, Scheinwerfer oder beleuchtete Brücken, dort fange ich Nachts am meisten Räuber! Jede Lichtquelle ist ein Versuch wert.

Und glaubt mir, Nachts ist es in der City fast so hell, wie Tagsüber.

Street Fishing in the Heart of Amsterdam - 03

Köder…

Ich benutze zu 80% Gummiköder, fast das ganze Jahr über 7cm und immer schön knallig.

Übrigens schwöre nicht nur ich auf Rosa und Giftgrün. Zum passenden Allrounder gibt es einen Bloggeintrag von mir hier.

Lediglich im Winter, wenn die Temperaturen mehrere Tage um die 0°C sind, benutze ich teilweise 10cm Köder. Aber auch da ist zu beobachten, dass 7cminch immer noch fängt. Wohlbemerkt rede ich hier immer weiterhin nur vom Cityfishing inmitten der Stadt. Hardbaits benutze Ich eher wenig und wenn dann meist nur den ASP.

Kleiner Tipp: Vertikal an der Wand entlang, hat schon den ein oder anderen guten Fisch gebracht.

Rute, Rolle, Schnur…

Zu empfehlen ist grundsätzlich eine Rute um die 2m mit einer 1000er oder 2000er Rolle und einer 0.08 bis 0.10mm geflochtenen Schnur. Als Vorfach nutze ich eine Fluorocarbon Schnur mit einem Durchmesser um die 0.28mm und einen kleinen Snap.

Ich benutze in der City unsere 2.10m SKILLZ ROD V2 mit einen Wurfgewicht von 3-14g. Passend dazu die SKILLZ REEL V2 in der 2000er Größe mit der neuen BALLAST BRAID in 0,10mm.

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Noch ein paar gute Tipps zum Schluss!

Reduziert das Tackle, welches Ihr schleppen müsst unbedingt aufs Nötigste!  Ich hatte anfangs immer alles mit, um auf alles vorbereitet zu sein. Doch am Ende des Tages benutze ich immer das Gleiche.

1/0 Haken, 3-5g Jigs, 7cm Gummis, fertig. Genug Vorfachmaterial braucht ihr aber. Nicht selten habe ich 10-15 Abrisse.

Verzichtet bitte NICHT auf einen langen Kescher, am besten bis auf 3 oder 4 Meter UND (nicht oder) auf einen Spundwandkecher! Glaubt mir, es gibt Spots die Ihr unbedingt beangeln wollt und solltet, es aber nicht könnt, weil der Spundwandkescher fehlt.

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Parken…

Das Parkhaus Oosterdok ist das günstigste dort. Ich parke da immer. Von dort aus nehmt ihr einfach die erste Gracht Richtung City.

Ich hoffe ich konnte euch den ein oder anderen Tipp geben und euch das angeln in Herzen von Amsterdam schmackhaft machen.

In diesem Sinne tight lines, Petri Heil und maximalen Erfolg beim Cityfishing!

Let´s rock, let´s tock

Markus Heil